{"id":63,"date":"2017-04-28T08:51:11","date_gmt":"2017-04-28T07:51:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.katarinka.sk\/?page_id=63"},"modified":"2023-01-16T20:54:58","modified_gmt":"2023-01-16T19:54:58","slug":"historia","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.katarinka.sk\/de\/kloster-katarinka\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h2>Geschichte des Klosters der hl. Katharina<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>Erster Drittel des 15. Jh. <\/strong>&#8211; Die Existenz einer steinernen gothischen Kapelle durch arch\u00e4ologische Ausgrabungen und Forschung belegt, die in den W\u00e4ldern der Kleinen Karpathen auf einem felsigen H\u00fcgel \u00fcber dem &#8222;Dubovsk\u00fd&#8220; Bach stand.<\/li>\n<li><strong>Ende des 16. Jh.<\/strong> \u2013 Angebliche Erscheinung der hl. Katharina einem Hirten, der auf dieser Stelle im Fels eine kleine Kapelle in Form einer Grotte bauen lie\u00df.<\/li>\n<li><strong>1617<\/strong> \u2013 Die hl. Katharina ist einem einfachen Pfl\u00fcger von Dechtice &#8211; J\u00e1n Manca &#8211; erschienen. Der edler junger Mann J\u00e1n Apponyi, Sohn eines reichen Grafen aus Jablonitz, lebt als Eremit in einer Grotte auf diesem heiligen Ort. Nach der durch seine Eltern erzwungenen R\u00fcckkehr stirbt J\u00e1n Apponyi gleich den n\u00e4chsten Tag.\u00a0 Noch Heute ist er als Kandidat f\u00fcr die Heiligsprechung betrachtet und verehrt.<\/li>\n<li><strong>1618 \u2013 21. Dezember \u2013 D<\/strong><strong>er Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer, Graf Kri\u0161tof Erd\u0151dy, gibt die Gr\u00fcndungsurkunde f\u00fcr den Franziskanerkloster heraus<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-260 alignnone\" src=\"https:\/\/www.katarinka.sk\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/hypoteticka_rekonstrukcia_katarinka.png\" alt=\"\" width=\"520\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.katarinka.sk\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/hypoteticka_rekonstrukcia_katarinka.png 800w, https:\/\/www.katarinka.sk\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/hypoteticka_rekonstrukcia_katarinka-300x213.png 300w, https:\/\/www.katarinka.sk\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/hypoteticka_rekonstrukcia_katarinka-768x546.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><br \/>\n<em>Hypothetische Darstellung der Kirche und des Klosters (Author: Petra Gojdi\u010dov\u00e1)<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><strong>1619<\/strong> \u2013 Im Kloster leben die ersten zw\u00f6lf M\u00f6nche.<\/li>\n<li><strong>1645<\/strong> \u2013 Kloster und Kirche von dem Heer von Juraj R\u00e1koci I. in der Zeit der St\u00e4ndeaufst\u00e4nde gepl\u00fcndert und in Flammen gesetzt<\/li>\n<li><strong>1646<\/strong> \u2013 Erneuerung und Umbau des Klosters vom Sohn des Klostergr\u00fcnders Gabriel Erd\u0151dy und seine Frau Judita Amade erm\u00f6glicht. Die Kirche war in einen umfangreichen Kirchenbau erweitert, dem das urspr\u00fcngliche Geb\u00e4ude aus dem Jahr 1618 wahrscheinlich als Sanktuarium diente.<\/li>\n<li><strong>ca. in der H\u00e4lfte des 17. Jh.<\/strong> \u2013\u00a0Im Kloster wurde eine Laienbruderschaft gegr\u00fcndet. Die Mitglieder widmeten sich neben religi\u00f6sen Aktivit\u00e4ten auch Kranken und Armen. Auch diese Gemeinschaft wurde sp\u00e4ter wegen vermutlichem Missbrauch von Abl\u00e4ssen per Dekret aus dem Jahre 1782\u00a0 von Joseph II aufgel\u00f6st.<\/li>\n<li><strong>1663<\/strong> \u2013\u00a0Das Kloster wurde von T\u00fcrken \u00fcberfallen. Sp\u00e4ter nach ihrer Vertreibung war es von kaiserlichen Soldaten gepl\u00fcndert, die auch die im Kloster versteckten Adeligen ermordet haben.<\/li>\n<li><strong>1683<\/strong> \u2013 Das Kloster wurde von den Soldaten von Imrich T\u0151koly besch\u00e4digt<\/li>\n<li><strong>1697<\/strong> \u2013 W\u00e4hrend einer gro\u00dfen Wallfahrt versuchten lichtensteinsche Soldaten gewaltsam junge M\u00e4nner in den Heer anzuwerben. Die Pilger verdr\u00e4ngen zusammen die Soldaten in die Kirche, wo sie einen zum Tode trampeln.<\/li>\n<li><strong>1701<\/strong> \u2013 9. Januar &#8211; Die durch den Mord befleckte Kirche wurde wieder geweiht. Juraj und Kri\u0161tof II. Erd\u0151dy best\u00e4tigen durch eine Urkunde, dass sie regelm\u00e4\u00dfig dem Kloster 500 rheinische Dukaten f\u00fcr seine Erhaltung beitragen werden.<\/li>\n<li><strong>1710<\/strong> \u2013 9. September \u2013 Im Katharinenkloster stirbt zusammen mit anderen Franziskaner auch Benignus Smrtn\u00edk (geb. 1650) an Cholera. Er war ein bekannter Verfasser religi\u00f6ser Texte in slowakischer Sprache, wie z.B. \u201eKun\u0161t dobre umr\u00edti\u201c (Die Kunst eines guten Todes).<\/li>\n<li><strong style=\"font-size: 15px;\">im Laufe des 18. Jh.<\/strong><span style=\"font-size: 15px;\"> \u2013 Zahlreiche Wohlt\u00e4ter, vor allem reiche Adelige, aber auch einfache Menschen aus der Umgebung, beschenken gro\u00dfz\u00fcgig das Kloster. Einige von den Adelsfamilien (Erd\u0151dy, Apponyi, Lab\u0161ansk\u00fd) lassen sich hier auch beerdigen.<\/span><\/li>\n<li><strong>1782<\/strong> \u2013 Der Priester aus dem anliegendem Dorf Nah\u00e1\u010d, Juraj F\u00e1ndly, beschwert sich, dass die meisten seiner Gemeindemitglieder lieber die Kirche der hl. Katharina beim Kloster besuchen, als ihre eigene Pfarrkirche in Nah\u00e1\u010d. Seine Emp\u00f6rung dr\u00fcckte er auch in einem bekannten Werk aus dem Jahre 1789 aus. Das Werk hie\u00df &#8222;D\u00fawern\u00e1 zml\u00fava mezi mn\u00edchom a di\u00e1blom&#8220; (Der geheime Vertrag zwischen M\u00f6nch und Teufel) und es handelte sich um das erste Werk, das in der einheitlichen slowakischen Schriftsprache von Anton Bernol\u00e1k aus dem Jahre 1787 geschrieben wurde.<\/li>\n<li><strong>1786 \u2013 22. Juli \u2013<\/strong>\u00a0<strong>auf Befehl von Kaiser Joseph II. wurde das Kloster aufgel\u00f6st, <\/strong>wie auch manche ander Kloster die weder charitative noch p\u00e4dagogische T\u00e4tigkeiten aus\u00fcbten (insgesammt 738 Kloster)<\/li>\n<li><strong>1787 \u2013 22. Januar<\/strong> \u2013 Das Kloster ging in den Besitzt des Staates. Wertvolle Gegenst\u00e4nde und ein reiches Inventar wurden fortlaufend in anliegende Pfarrkirchen \u00fcbertragen. Vieles wurde aber gestohlen und ist f\u00fcr immer verloren worden&#8230;<\/li>\n<li><strong>1788 \u2013 1792<\/strong> \u2013 Im verlassenen Kloster wohnen sieben invalide Kriegsveterane aus Trnava.<\/li>\n<li><strong>1793<\/strong> \u2013 Drei Diebe r\u00e4uben die Familiengruften under der Kirche aus.<\/li>\n<li><strong>1797<\/strong> \u2013 Aus Ehre zu seinen Vorfahren kaufte der Graf Jozef Erd\u0151dy das verw\u00fcstete Geb\u00e4ude ab, er vermeidete aber den Untergang des Klosters, und seine Umwandlung in Ruinen nicht.<\/li>\n<li><strong>1811<\/strong> \u2013 Die Kreuzigungsgruppe, die vor der Kirche stand, wurde von der Adelsfamilie Erd\u0151dy nach Dechtice transportiert. Das Original steht vor der Pfarrenkirche in Dechtice bis heute.<\/li>\n<li><strong>1835<\/strong> \u2013 Die letzte Erw\u00e4hnung von dem &#8222;W\u00e4rter von Katar\u00ednka&#8220; (ein Mann aus Dechtice namens Jozef Koll\u00e1r).<\/li>\n<li><strong>1869, 1891<\/strong> \u2013\u00a0Historiker beginnen sich \u00fcber das Kloster der hl. Katharina zu interessieren.<\/li>\n<li><strong>1905<\/strong> \u2013\u00a0Vier Statuen von Franziskanerm\u00f6nchen, die urspr\u00fcnglich auf den Turmecken der Kirche standen, wurden zur Familiengruft des Geschlechts P\u00e1lffy in Smolenice transportiert.<\/li>\n<li><strong>1930er <\/strong>\u2013 Am Ort von Katar\u00ednka werden Pfadfinderlager organisiert, Franziskanernovizen machen hier manche Ausfl\u00fcge.<\/li>\n<li><strong>2. H\u00e4lfte des 20. Jh.<\/strong> &#8211; Das Kloster, au\u00dferhalb der Interesse des Staates, ger\u00e4t in die Vergessenheit. Historiker Hadri\u00e1n Radv\u00e1ni und vor allem Jozef \u0160imon\u010di\u010d versuchen, seine Geschichte zu erhellen.<\/li>\n<li><strong>1995 \u2013 3. j\u00fal<\/strong> \u2013 Die wundersch\u00f6nen Ruinen kommen dank jungen Freiwilligen und ihrem neuen \u201eOrden der Katharinkaner, Klosterretter\u201c wieder zum Leben.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Mehr aus der Geschichte<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"\/dokumenty\/plagaty\/historia_letak_sk_1.2_print.pdf\">Infobrosch\u00fcre \u00fcber Katar\u00ednka (pdf)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.katarinka.sk\/klastor-katarinka\/historia\/historia-strucne-z-minulosti-davnej\/\">Geschichte &#8211; kurz aus der Vergangenheit (Erz\u00e4hlung)<\/a><\/li>\n<li>Martina Matulov\u00e1: <a href=\"\/dokumenty\/prace\/diplomova_praca_martinamatulova_klastorsvkatarinypridechticiach2003.pdf\">Kloster der hl. Katharina bei Dechtice<\/a> (Masterarbeit, 2003) pdf (560 kB)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.katarinka.sk\/klastor-katarinka\/historia\/uryvok-kostol-a-klastor-svatej-katariny\/\">P\u00e1l Jedlicska: <em>Kisk\u00e1rpaty Eml\u00e9kek<\/em> II. (1891), Lesest\u00fcck: Kirche und Kloster der hl. Katharina<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/youtu.be\/R91BNS6s93A\">Rekonstruktion des Aussehens von Katar\u00ednka im 18. Jh. (Video)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/katarinka.blog.sme.sk\/c\/297283\/Katarinka-v-minulosti-a-dnes.html\">Katar\u00ednka damals und heute (slowakischer Blog)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Bedeutende Pers\u00f6hnlichkeiten<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.katarinka.sk\/klastor-katarinka\/historia\/zivotopis-jana-apponyiho\/\">Biografie von J\u00e1n Apponyi<\/a>, dem die hl. Katharina am Ort des Klosters erschienen ist<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.katarinka.sk\/klastor-katarinka\/historia\/sv-katarina-alexandrijska-mucenicka\/\">Hl. Katharina von Alexandrien<\/a> &#8211; sie ist vermutlich dem jungen J\u00e1n Apponyi erschienen, der Kloster und Kirche stehen unter ihrem Patronizium<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.katarinka.sk\/klastor-katarinka\/historia\/benignus-smrtnik-kazatel-a-prozaik\/\">Benignus Smrtn\u00edk<\/a> &#8211; Prediger und Dichter Benignus Smrtn\u00edk (1650 &#8211; 1710), Artikel aus der Katholischen Zeitung<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/sk.wikipedia.org\/wiki\/Juraj_F%C3%A1ndly\">Juraj F\u00e1ndly<\/a> &#8211; Priester aus dem Dorf Nah\u00e1\u010d, der die M\u00f6nche die im Katharinenkloster lebten, kritisierte<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte des Klosters der hl. Katharina Erster Drittel des 15. 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